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Buenos Aires von oben

Buenos Aires: Vorhang auf, Film ab!

Es gibt Orte, deren Namen mehr innewohnt als ihre pure Bezeichnung. Sie verheißen etwas Magisches, rufen direkt Assoziationen hervor. Sansibar zum Beispiel. Madagaskar auch. Oder Patagonien. Das sind Orte, die kommen mir fast fantastisch vor – als wären sie wie Panem oder Naboo, gar nicht real bereisbar, sondern lediglich Schauplätze fiktiver Abenteuer.

Patagonien- mit Bruce Chatwin durch das Feuerland.

„Have gone to Patagonia.“  P-a-t-a-g-o-n-i-e-n. Ich muss das Wort nur aufschreiben, schon spüre ich das Gefühl im Bauch. Als sei ich verliebt. Als fange jetzt etwas Neues an. Etwas, auf das ich mich schon lange gefreut habe. Als stünde dieses Wort nicht für eine Region Südamerikas, sondern für ein Konzept. Ein Konzept, das ich nur vage beschreiben kann.

Pinke Flamingos und rotes Wasser: die Salar de Uyuni in Bolivien

Die endlose Weite, karge Wüstenlandschaften, Flamingos und Lamas, der beißende Wind in der kalten Höhenluft, im Kontrast dazu die glühende Sonne… Dass die Salar de Uyuni in Bolivien landschaftlich fantastisch und einzigartig ist, muss an dieser Stelle nicht mehr gesagt werden. Die spannendere und deutlich größere Herausforderung ist, einen vernünftigen Touranbieter für die dreitägige Wüsten-Jeep-Tour zu wählen. Die entscheidenden Variablen: Durchhaltevermögen des Jeeps und Zustand des Fahrers. Oder andersherum.

Machu Picchu oder 8670 Treppenstufen

Und da sind sie: Diese High-Tech-Touristen. Mit perfekt sitzenden Laufschuhen, frisch erstandener Stirnlampe und dem wichtigsten Merkmal: dem unbedingten Siegeswillen. Machu Picchu scheint in den meisten Leuten irgendeinen sportlichen Wettkampfgeist zu wecken. Zumindest kommt es mir so vor, als wir um fünf Uhr in der Früh die Stufen zu Machu Picchu erklimmen. Jeder will der Erste sein.