Alle Artikel mit dem Schlagwort: Nachgedacht

Today We Travel Snowdonia-Nationalpark

Snowdonia-Nationalpark: Warum wandern wir?

Wir wollen nicht weg. Noch nicht. Vier Tage sind wir gelaufen. Entlang von Seen, auf Berge hinauf. Über feuchte Wiesen, von Bergen hinab. Unter den Regentropfen und durch die Wolken. Und immer vorbei an den Schafen. Manchmal haben wir auf Felsen gesessen und einen Schluck getrunken, doch wir sind jedesmal aufgestanden, bevor es zu bequem wurde. Irgendetwas hat uns immer wieder angetrieben, hier im Snowdonia-Nationalpark in Wales. Was war das?

Heimkehren Part 3: Nach der Reise ist vor…

Ein leeres Dokument. Stille. Der blinkende Cursor beunruhigt mich. Das Deckblatt steht und die harten Fakten meines Lebenslaufes auch. Meinen kleinen Systemausbruch betitele ich brav mit „Weltreise“. 1,5 Jahre voller bunter, intensiver Momente fasse ich in zwei Spiegelstriche zusammen: 1. Reise mit dem Rucksack durch Asien, USA und Südamerika. 2. Aufbau eines Reiseblogs: Today We Travel. Ziemlich banal und unspektakulär. Wie werden das wohl Arbeitgeber finden?

vogel wanderung slowenien

Der Rausch des Reisens

Es ist erstaunlich. Manchmal überkommt mich ein ganz spezielles, fast rauschhaftes Glücksgefühl beim Reisen. Optimismus, der plötzlich so furios in mir aufsteigt, wie die sprudelnden Bläschen in einem frisch servierten Sektglas. Als wäre ein Kanal aufgegangen, der alle vorhandenen Glückshormone auf einmal ausschüttet. Es passiert einfach. Die Tränen der rohen Emotion drücken von hinten auf die Augen und ein verlegenes Lachen zeigt letztlich nur an, dass man den Umgang mit dieser Emotion nie erlernt hat. Es ist, als setze man das letzte Teil in ein großes Puzzle, an dem man schon lange gearbeitet hat. Und jedesmal erliege ich dem Trugschluss, dieser Zustand sei nun dauerhaft – als hätte ich gerade etwas erlernt und könnte das ab jetzt immer anwenden. Wie ein Charakter im Computerspiel, dem eine neue Superpower freigeschaltet wird, nachdem er ein Level bezwungen hat.

Hamburg Hafen Sonnenuntergang

Heimathafen Part 2: Heimkehren

Jetzt bin ich also da. Und doch noch nicht so richtig. Das erste Zusammentreffen mit meiner Familie ist erstaunlich normal. Am Hauptbahnhof irre ich erstmal auf und ab, auf der Suche nach meiner Mutter und meinen Schwestern. Wie eh und je. Und dann sehe ich sie und sie sehen mich und wir liegen uns in den Armen und ich bin da.

Bremen Bürgerpark

Heimathafen Part 1: Ankommen

Stufe 1. Ankommen. Ausgespuckt aus dem Flugzeug nach eineinhalb Tagen im Transitraum namens „Rückflug“. Santiago de Chile – Panama City – Dominikanische Republik – Frankfurt. Müde Augen, müder Geist. So müde, dass die Größe dieses Moments, zumindest wie ich ihn mir ausmalte, einfach verpufft. Puff. Puff. Pfffff. Ein lommeliger, leerer Luftballon. Keine Trommeln, keine Trompeten, kein Paukenschlag. Einfach nur ein weiterer, stinknormaler Morgen am Frankfurter Flughafen. 22.12.2014. 5.45 Uhr. Doch für mich bedeutet dieser Moment viel mehr: Zurück in Deutschland, nach beinahe 1,5 Jahren reisen. 

Neues Jahr, neues Glück!

Ein Jahr geht zu Ende, ein Neues beginnt. Und obwohl der Jahreswechsel rein nüchtern und faktisch gesehen eigentlich nur eine ganz gewöhnliche Nacht ist, in der wir die Zeitzählung wieder auf Null setzen, hat der Beginn eines neuen Jahres auch etwas Magisches an sich. Der Silvesternacht wohnt der Zauber des Neubeginns inne- dazu gehört, sich vom alten Jahr zu verabschieden, es noch einmal mental zu durchleben, sich zu freuen und zu verabschieden, um innerlich aufzuräumen und Platz für etwas Neues zu machen.