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Reisegadgets im Test: Der Teufel Mute Kopfhörer

Per Knopfdruck die Welt da draußen stummschalten. In eine immersive Welt aus Musik und Geschichten abtauchen- egal an welchem Ort, egal wie laut es um einen herum ist? Diese Idee klingt verführerisch. Doch kann das mithilfe eines Kopfhörers funktionieren? Ich habe es mit dem Teufel Mute ausprobiert.

ANC – drei Buchstaben sorgen für Ruhe.

Sie stehen für Active Noise Cancelling. Der Kopfhörer soll also in der Lage sein, störende Außengeräusche zu eliminieren. Und das funktioniert so: Er nimmt den störenden Schall auf und setzt ihm wiederum ein exakt gegenpoliges Signal entgegen. Die Folge: die Störgeräusche kommen gar nicht erst im Ohr an. Klingt abgefahren- mal sehen ob das mit dem Mute auch so hinhaut.

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Doch bevor wir zum Praxistest kommen, ein paar Fakten zu dem Kopfhörer: Der Teufel Mute ist ein geschlossenes, Over-Ear Modell mit Kabel. Wenn man einfach nur die Noise Cancelling Funktion nutzen möchte, ohne Musik zu hören, könnte man das Kabel theoretisch auch einfach rausnehmen.

In der linken Ohrmuschel befindet sich ein Fach für eine AAA-Batterie. 40 Stunden Betrieb soll mit einer Batterieladung möglich sein. Ist diese einmal leer kann man zwar weiterhin Musik hören, ANC geht dann jedoch nicht mehr. Die lässt sich wiederum über einen kleinen Knopf aus- und einschalten. Ein Doppelklick aktiviert den Komfortmodus, das heißt Musikwiedergabe und Lärmreduktion werden gestoppt, so dass man sich z.B. unterhalten kann ohne den Kopfhörer abzunehmen.

Warum habe ich den Teufel Mute gewählt? 

Einer der Hauptgründe war der vergleichsweise günstige Preis. Der Kopfhörer von Teufel kostet 139€ (Nov. 2016). Das Konkurrenzmodell von Bose (Quiet Comfort) ist deutlich teurer. So tief wollte ich dann doch nicht in die Tasche greifen. 

Dazu kommt, dass der erste Eindruck sehr positiv war: Der Kopfhörer wirkt sehr gut verarbeitet und sieht obendrein ziemlich cool aus. 

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Wie schlägt er sich in der Praxis?

Beim ersten Aufsetzen des Kopfhörers fällt auf, dass er sehr bequem sitzt. Man kann die Höhe des Bügels einfach anpassen, die Ohren verschwinden wirklich komplett in den Muscheln und werden nicht gedrückt. Selbst bei längerem Tragen wird es nicht unbequem. Klar, die Ohren werden irgendwann etwas warm, aber das ist bei Over-Ear Kopfhörern irgendwie logisch.

Ich nutze im Alltag mein Handy als Einspielquelle, daher teste ich den Mute auch mit meinem iPhone. Beim ersten anklingen der Musik fällt auf, dass der Kopfhörer recht leise ist. Intuitiv habe ich die Lautstärke in den Bereich um die 75% geregelt. Von dem Sound jedoch war ich von Beginn an positiv angetan. Der Klang ist echt satt und reich. Die Bässe werden, wie ich finde, sehr gut wiedergegeben. Mein subjektiver Eindruck: Je lauter man die Musik macht, desto mehr spielt der Kopfhörer seine Stärken aus. Es wird also nicht nur lauter, sondern allgemein „reicher“. Ich habe in manchen Songs plötzlich Instrumente und Klänge wahrgenommen, die mir vorher verborgen geblieben sind. 

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Und wie ist das nun mit dem Active Noise Cancelling?

Echt beeindruckend! Es funktioniert allerdings am besten bei tiefen Geräuschen, die konstant vorhanden sind. Ich hatte zufällig Straßenarbeiter vor dem Haus, die konstant den Presslufthammer laufen ließen- dieses Geräusch hat der Teufel Mute wirklich merklich reduziert. Das Brummen eines Zuges beispielsweise wird auch recht gut gefiltert. Bei unterschiedlichen Geräuschen, die in allen Höhen aus allen Richtungen kommen, wird es für den Kopfhörer natürlich schwieriger. Wie sagt man so schön: Wunder darf man natürlich keine erwarten. Generell geht mit der geschlossenen Bauweise des Kopfhörers aber ohnehin schon eine deutliche Dämpfung der Umgebungsgeräusche einher. Insgesamt ist man klanglich also echt gut abgeschirmt, was, so ganz nebenbei, echt gefährlich werden kann wenn man Straßen überquert.

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Fazit

Ich stelle fest, dass ich in letzter Zeit immer mal wieder Zuhause Musik höre- ohne währenddessen etwas anderes zu tun. Das habe ich vorher nie gemacht. Man versteht plötzlich wie der Künstler seine Songs „gemeint“ hat, aufgrund der detailreichen Wiedergabe der Kopfhörer. Bei Filmen ist es grandios: Man wird viel tiefer ins Geschehen gezogen. Jetzt verstehe ich, warum Oscars für so Dinge wie „Sounddesign“ vergeben werden. (Mein Tipp: Mad Max: Fury Road mit den Kopfhörern anschauen – der Film macht ja visuell schon was her, aber die  Soundeffekte sind irre!). Insgesamt ist es so wirklich ein viel eindringlicheres Erlebnis, Musik oder Filme zu konsumieren.

Man merkt also, ich bin ziemlich zufrieden mit dem Teufel Mute. Klanglich hat er mich voll überzeugt. Das Einzige was mich etwas stört ist, dass an dem Kabel keine Bedienelemente angebracht sind, so dass man jedesmal das Handy aus der Tasche nehmen muss, um Songs zu skippen oder die Lautstärke zu regulieren. Interessant wäre zudem natürlich auch der Vergleich zu anderen Vertretern seiner Art. 

Ob er nun zum Reisen besonders taugt, kommt wohl auf die Art der Reise an. Wenn man gerade auf dem Lightweight-Trip ist, nimmt man wohl besser kleine In-Ear Kopfhörer mit. Wenn der Platz im Gepäck kein Thema ist, kann der Kopfhörer ein willkommener Begleiter werden. Ob im Flugzeug, Zug oder im lauten Hostel:  Einfach mal die Welt um sich herum ausschalten – das hat was.

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Kategorie: Reise-Know-How

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Stefan ist ein echter Travel Enthusiast! Sprachen und Reisen sind seine Leidenschaft. Darum hat er auch Englisch und Spanisch studiert. Seit der Weltreise krempelt er seine Karriere gerade komplett um. Seine Lieblingsthemen: das Unbekannte und Outdoorabenteuer.

2 Kommentare

  1. Hallo,
    Danke erstmal für denn Testbericht sehr hilfereich,
    Du hast mir auf jeden fall die enscheidung leichter gemacht danke 🙂

    Grüße Max

  2. Stefan sagt

    Hey Max,

    freut mich – dann viel Spaß mit deinen neuen Kopfhörern!

    Liebe Grüße!

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